Luxembourg Pride kehrt in die Hauptstadt zurück – mit gemischten Gefühlen
„Das würden wir nicht verpassen wollen“, sagte Vera Spautz (LSAP) 2014 in der Tageszeitung Tageblatt. Die damalige Bürgermeisterin von Esch sprach dabei über GayMat – heute bekannt als Luxembourg Pride –, der 2010 zum ersten Mal in Esch stattfand, nachdem die Organisator:innen den Marsch in Luxemburg-Stadt ausgesetzt und sich auf die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort gemacht hatten.
„Wir fühlten uns dort nicht unterstützt. 2009 mussten wir den Veranstaltungsort unerwartet mit dem Flohmarkt teilen. Im folgenden Jahr schien es unmöglich, die Place d’Armes erneut zu reservieren, und es gab überhaupt keine Gespräche über eine finanzielle Unterstützung,“ so Andy Maar und Laurent Boquet, Vorstandsmitglieder von Rosa Lëtzebuerg, gegenüber queer.lu.
„Wir hatten den Eindruck, dass die Hauptstadt nicht verstand, worum es bei der Pride geht. In Esch war die Situation jedoch ganz anders: Die Stadt verstand den Grundgedanken der Pride, und vom ersten Jahr an gab es starke Unterstützung, die bis heute anhält.“
Zwölf Jahre später geht diese Zusammenarbeit in dieser Form nun zu Ende. Ab 2026 wird die Luxembourg Pride abwechselnd in Esch-sur-Alzette und in Luxemburg-Stadt stattfinden.
Aber warum diese Veränderung?
„Im Laufe der Zeit hat die Stadt Luxemburg erkannt, wie wichtig eine Pride-Veranstaltung für eine europäische Hauptstadt ist. Zudem wurde deutlich, dass queere politische Themen kein Tabu mehr sind. In den letzten Jahren haben sowohl Esch als auch die Stadt Luxemburg zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Inklusion und Sichtbarkeit queerer Menschen umgesetzt“, so Maar und Boquet.
„Es war daher nur logisch, dass die Stadt Luxemburg auf uns zugekommen ist, um über die Pride zu sprechen. Unser Austausch mit den Bürgermeistern beider Städte geben uns die Gewissheit, dass Pride die Unterstützung beider Städte genießt.“
Keine Bitterkeit in Esch
Im Dezember 2025 erklärte der Escher Bürgermeister Christian Weis (CSV) gegenüber dem Tageblatt, dass die Verlegung der Pride noch einer endgültigen Entscheidung bedürfe. Weis wirkte damals entspannt und aufgeschlossen. „Ich sehe das nach wie vor gelassen“, versichert der Bürgermeister gegenüber queer.lu, nun da die Situation geklärt ist. „Wir sind sehr stolz und glücklich, in der Vergangenheit die Gastgeberstadt der Luxembourg Pride gewesen zu sein. Wir haben immer betont, dass wir uns stark mit den Werten des Zusammenlebens, der Solidarität und der Menschenrechte identifizieren. Wir verstehen uns als Stadt des Zusammenlebens und haben dies über Jahrzehnte hinweg unter Beweis gestellt.“ Er habe Verständnis für die Entscheidung: „Die Luxembourg Pride hat sich zu einer nationalen Veranstaltung entwickelt und wächst weiter. Es ist logisch, dass die Organisator:innen irgendwann über Esch hinaus expandieren wollen. Dass Luxemburg die Hauptstadt ist, hat zudem einen starken symbolischen Wert. Daher ist ein Wechsel zwischen den beiden Städten sinnvoll.“
Die Stimmung in Luxemburg-Stadt
Es ist unklar, wie seine Amtskollegin Lydie Polfer (DP), die Bürgermeisterin der Gemeinde Luxemburg, all dies sieht. Sie lehnte Interviewanfragen von queer.lu ab. Stattdessen verwies sie uns an Maurice Bauer, den ersten Schöffen der Gemeinde, Abgeordneter und Parteikollege von Christian Weis.
Bauer ist seit 2011 Mitglied des Stadtrats. Er hat sich in der Vergangenheit mehrfach zur Rückkehr der Luxembourg Pride in die Hauptstadt geäußert und betont, dass er die Entscheidung, die Pride überhaupt nach Esch wegziehen zu lassen, nie verstanden habe. Gegenüber dem Wort sagte er: „Die Pride gehört in die Hauptstadt. Davon bin ich fest überzeugt. Gerade in Zeiten wie diesen wäre das ein nationales Bekenntnis zur Vielfalt.“
Er betonte mehrfach, dass der Gemeinderat (fast) einstimmig hinter der Initiative stehe. Dies zeigte sich auch bei der entsprechenden Sitzung im Mai, bei der die Förderung von 250.000 Euro für die Luxembourg Pride beschlossen wurde. Widerstand kam von nur einer Person: dem rechten Abgeordneten und Stadtrat Tom Weidig (ADR). Er war der Einzige, der gegen die Vereinbarung der Gemeinde mit Luxembourg Pride stimmte.
Weidig begründete sein Votum damit, die Veranstaltung sei „ideologisch“ und diene dem „politischen Aktivismus“. In seiner Rede bezeichnete er den Umzug der Luxembourg Pride in die Hauptstadt als „de mauvais goût“ (geschmacklos) und sagte: „Ich kann Ihnen versichern, dass die Menschen in Esch unglücklich darüber sind, dass die Stadt Luxemburg ihnen ihre Pride-Parade weggenommen hat.“
Maurice Bauers Antwort ist in einem Artikel im Tageblatt nachzulesen, in dem er wie folgt zitiert wird: „Wir haben Esch die Pride nicht weggenommen; stattdessen wurde ein Kompromiss mit Esch und den Organisator:innen erzielt.“ Er stellte zudem klar, dass die Stadt Luxemburg pro Einwohner:in weniger für die Pride ausgibt als Esch, welche 125.000 Euro angeboten hatte.
Christian Weis seinerseits kann zumindest in politischen Kreisen keinen Groll gegenüber der Hauptstadt feststellen. „Es scheint unter den meisten Parteien einen breiten Konsens zu geben, dass diese Regelung eine gute Sache ist. Der Austausch funktioniert gut“, so der Bürgermeister. „Ich habe mehrfach mit meinem Kollegen Maurice Bauer darüber gesprochen, wie wir eine faire, konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe gewährleisten können. Darauf kommt es letztendlich an. Hätte man gesagt, dass die Pride niemals nach Esch zurückkehren würde, hätte das viel mehr wehgetan.“ Er geht davon aus, dass die ADR in Esch eher froh darüber ist, dass die Luxembourg Pride dieses Jahr nicht dort stattfindet.
Die Auswirkungen
Auf Nachfrage räumt Christian Weis ein, dass die wechselnde Austragung der Pride negative Auswirkungen auf den Tourismus in Esch haben könnte. Er habe zwar keine genauen Zahlen, aber es sei deutlich spürbar gewesen, dass während der Pride in der Stadt reges Treiben herrschte. Die Menschen kamen von überall her. Weis beobachtete, dass die Luxembourg Pride vor allem Besucher:innen aus der Großregion anzog.
„Es war immer eine Veranstaltung, die Leben nach Esch brachte, besonders in den Tagen davor und danach. Auf den Straßen war mehr los, die Leute übernachteten in Hotels und besuchten Bars“, erklärt er. „Natürlich hoffen wir, dass wir diesen Verlust nicht allzu stark spüren werden und dass wir ihn durch andere touristische Angebote ausgleichen können. Wenn die internationalen Gäste zur Pride nach Luxemburg reisen, gehe ich davon aus, dass sie auch nach Esch kommen werden – zum Beispiel, um das Nationale Museum für Widerstand und Menschenrechte zu besuchen.“
Derzeit ist unklar, was das Luxembourg City Tourist Office oder die Union Commerciale Ville de Luxembourg (UCVL) von der Luxembourg Pride erwarten. Auch gibt es keine Informationen zu Sonderangeboten oder Initiativen im Zusammenhang mit der Veranstaltung. Das Luxembourg City Tourist Office lehnte ein Interview mit queer.lu ab und verwies uns an die Stadtverwaltung; die UCVL hatte bis zum Redaktionsschluss nicht geantwortet.
Das Rotationsprinzip betrifft natürlich nicht nur die Städte und den Tourismus, sondern auch die Arbeit des Organisationsteams. Auch wenn alle Beteiligten voll des Lobes füreinander sind, müssen sie sich dennoch anpassen.
„In Esch haben wir über viele Jahre hinweg eine gewisse Routine entwickelt. Wir kennen die Abläufe und die Menschen. In all den Jahren war Esch in allen Belangen stets äußerst hilfsbereit, was wir sehr zu schätzen wissen“, erklären Maar und Boquet. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg ist etwas Neues. Sowohl wir als auch die zuständigen städtischen Stellen lernen noch, was die Austragung der Pride 2026 in der Hauptstadt mit sich bringt. Da es sich um ein neues Unterfangen handelt und sich die Pride in mehreren wichtigen Punkten von anderen Veranstaltungen unterscheidet, bleiben einige Prozesse relativ komplex.“
Eine Herausforderung bleibt die Logistik und die Gewährleistung der Sicherheit der Teilnehmer:innen — „ein Bereich, in dem Esch uns sehr aktiv unterstützt hat“, so Maar und Boquet.
„Was wir mit Sicherheit sagen können, ist, dass alle, mit denen wir bisher zusammengearbeitet haben – sowohl in Esch als auch jetzt in Luxemburg-Stadt –, hochmotiviert daran gearbeitet haben, zum Erfolg der Pride beizutragen. Vor allem aber ist in beiden Städten der politische Wille vorhanden, und das ist keineswegs selbstverständlich.“
Die politische Landschaft
Weltweit lassen sich Trends und Bewegungen beobachten, die sich gegen LGBTQIA+-Gemeinschaften richten. Zwischen der Gründung der GayMat im Jahr 1999 und ihrer Teilrückkehr nach Luxemburg-Stadt in diesem Jahr hat sich die rechtliche und gesellschaftliche Lage für LGBTQIA+-Personen weltweit erheblich verändert. So hat beispielsweise die ungarische Regierung unter dem ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán (Fidesz) Pride-Veranstaltungen in Ungarn für das Jahr 2025 verboten. Die Budapest Pride und die Pécs Pride fanden dennoch statt – als Akt des Protests.
Der Gegenwind zeigt sich auch im Bereich des Sponsorings. Entgegen den Erwartungen hat die Verlegung der Luxembourg Pride in die Hauptstadt nicht zu einer verstärkten Unterstützung geführt.
„Es ist genau das Gegenteil“, erklären Maar und Boquet. „Der Trend, dass große internationale Unternehmen bei der Unterstützung von Projekten im sogenannten DEI-Bereich (Diversity, Equity und Inclusion) zunehmend zurückhaltend sind, hält an.“
Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Die im Januar 2025 unterzeichnete Verordnung von US-Präsident Donald Trump mit dem Titel „Beendigung illegaler Diskriminierung und Wiederherstellung der Chancengleichheit auf Basis von Leistung“ ist einer davon. Wer mit der US-Regierung zusammenarbeitet, ist verpflichtet, seine Diversitätsprogramme einzustellen, und Bundesbehörden ist es sogar untersagt, solche Programme umzusetzen. Auch die Inflation und interne Unternehmensentscheidungen, DEI-Initiativen zugunsten anderer Initiativen zurückzufahren, haben zu diesem Trend beigetragen.
Auch die Diversifizierung der Veranstaltungen während der Pride-Woche in Luxemburg spielt eine Rolle. So investieren einige Unternehmen beispielsweise in den „Pride Run“, der von BeProud S.à.r.l.-S.I.S und Impact Luxembourg S.à.r.l.-S.I.S organisiert wird, anstatt in die Luxembourg Pride a.s.b.l.
„Wir freuen uns natürlich, dass LGBTQIA+-Personen insgesamt an Sichtbarkeit gewinnen, sind aber auch der Meinung, dass Unternehmen – insbesondere größere – eine gewisse soziale Verantwortung tragen“, kommentieren Maar und Boquet. „Es ist zudem ein Standortvorteil für sie, wenn ihre Mitarbeiter:innen und Kunden von den rechtlichen Rahmenbedingungen profitieren, für die die lokale Community über viele Jahre hinweg gekämpft hat.“
Dies ist besonders relevant in einer Zeit, in der die Hostilität gegenüber LGBTQIA+-Gemeinschaften weltweit zunimmt, auch in Luxemburg. Auf politischer Ebene ist dies zum Teil auf die ADR, die regelmäßig durch ihre anti-LGBTQIA+-Äußerungen und ihre scharfe Kritik an relevanten NGOs in Luxemburg Aufmerksamkeit erregt, zurückzuführen.
In seiner bereits erwähnten Rede versuchte Tom Weidig nicht nur, Streit zwischen den Einwohner:innen von Esch und denen der Hauptstadt zu säen, sondern warf der Luxembourg Pride ASBL, früher bekannt als Rosa Lëtzebuerg Events (gegründet 2014), zudem mangelnde finanzielle Transparenz vor, da seit 2014 keine Jahresabschlüsse mehr beim luxemburgischen Handelsregister eingereicht worden seien. Weidig deutete zudem an, dass Rosa Lëtzebuerg möglicherweise noch über nicht verwendete Mittel verfüge.
„Wir sehen diese Kritik als das, was sie sein soll: Sie dient dazu, das Selbstbild der ADR als konservative Oppositionspartei zu stärken und ihre Wählerschaft anzusprechen“, reagieren Maar und Boquet. „Wir müssen jedoch widersprechen, wenn er Halbwahrheiten verbreitet: Es stimmt zwar, dass Rosa Lëtzebuerg zu bestimmten Zeiten im Jahr größere Geldbeträge auf ihren Konten hält, doch diese Mittel sind für die Finanzierung des Rainbow Centers und die Zahlung der Mitarbeitendengehälter vorgesehen. Diese Budgets, die durch Verainbarungen mit dem Staat festgelegt werden, dürfen nicht für andere Zwecke verwendet werden. Um genau diese Art der Vermischung von Geldern zu vermeiden, wurde die Pride von den operativen Aktivitäten von Rosa Lëtzebuerg getrennt.“
Rosa Lëtzebuerg Events hatte in erster Linie eine symbolische Funktion und führte keine finanziellen Aktivitäten durch.
„Ab der Ausgabe 2025 wurde eine umfassende strukturelle Umgestaltung vorgenommen. Der Verein wurde vollständig neu definiert, modernisiert und umstrukturiert, um den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Luxembourg Pride gerecht zu werden“, erklärt Rosa Lëtzebuerg auf Anfrage. „In diesem Zusammenhang trägt der Verein nun offiziell den Namen Luxembourg Pride ASBL. Als klares Bekenntnis zu guter Unternehmensführung, Transparenz und organisatorischer Autonomie werden alle finanziellen Vorgänge im Zusammenhang mit der Luxembourg Pride nun direkt von der Luxembourg Pride ASBL verwaltet. Diese neue Organisationsstruktur gewährleistet eine klare, unabhängige und transparente Finanzverwaltung gegenüber institutionellen Partnern, Sponsoren, Freiwilligen und der Öffentlichkeit.“
Dementsprechend werden in den kommenden Jahren auch separate Jahresabschlüsse veröffentlicht.
Insgesamt durchläuft die Luxembourg Pride in vielerlei Hinsicht einen Wandel. Christian Weis ist weniger emotional als eine seiner Vorgängerinnen, Vera Spautz, versicherte uns jedoch: „Ich werde auf jeden Fall die Luxembourg Pride in der Hauptstadt besuchen. Für mich wird es vielleicht sogar etwas entspannter sein, da ich nicht vor Ort sein muss, falls organisatorische Fragen aufkommen.“
Die Luxembourg Pride findet nicht im luftleeren Raum statt – sie ist Teil einer globalen Bewegung. In einem kurzen Interview mit queer.lu spricht Patrick van der Pas von der European Pride Organizers Association (EPOA) über die Bedeutung der Luxembourg Pride für Europa und erklärt, warum es bei der Verteidigung der LGBTQIA+-Rechte nicht nur auf die Hauptstädte ankommt.
queer.lu: Patrick van der Pas, in diesem Jahr zieht die Luxembourg Pride von Esch in die Hauptstadt, nach Luxemburg-Stadt, um. Warum ist es für die Sichtbarkeit der Pride wichtig, dass sie in einer Hauptstadt stattfindet?
Patrick van der PasPride-Veranstaltungen in Hauptstädten spielen oft eine wichtige nationale Rolle, da sie in der Regel mehr Aufmerksamkeit in den nationalen Medien erhalten und (oft) näher an den politischen Institutionen liegen. Eine Pride-Veranstaltung in einer Hauptstadt kann daher erhebliche Auswirkungen haben, da sie dazu beiträgt, Diskussionen rund um LGBTQIA+-Rechte auf nationaler und internationaler Ebene zu verstärken.
queer.lu: Welche Rolle spielen regionale und lokale Pride-Veranstaltungen für die Communities?
Patrick van der PasRegionale und lokale Pride-Veranstaltungen können für LGBTQIA+-Gemeinschaften eine sehr wichtige Rolle spielen. Sie tragen dazu bei, Sichtbarkeit und sicherere Räume im lokalen und regionalen Kontext zu schaffen, insbesondere an Orten, an denen die Repräsentation von LGBTQIA+-Personen möglicherweise noch begrenzt ist. Für viele Menschen sind lokale Pride-Veranstaltungen zudem zugänglicher und persönlicher als größere nationale Veranstaltungen. Sie können lokale Gemeinschaften stärken, Möglichkeiten für den Dialog mit lokalen Institutionen und Anwohner:innen schaffen und dazu beitragen, dass sich Menschen in ihrem eigenen Umfeld gesehen und vertreten fühlen. In den letzten Jahren haben wir zunehmend beobachtet, wie kleinere Pride-Veranstaltungen zu wichtigen Symbolen für Sichtbarkeit und Widerstandsfähigkeit in ganz Europa geworden sind. Nationale und regionale Prides spielen daher eine wichtige und ergänzende Rolle innerhalb der breiteren Pride-Bewegung und der Lebenserfahrungen der LGBTQIA+-Gemeinschaft.
queer.lu: Welche Bedeutung hat die Luxembourg Pride für Europa?
Patrick van der PasDie Luxembourg Pride ist nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch innerhalb der gesamten Großregion von Bedeutung. Aufgrund der Lage und des internationalen Charakters Luxemburgs verbindet es auf natürliche Weise Gemeinschaften über Grenzen hinweg. Nicht zu vergessen, dass Luxemburg auch Sitz mehrerer wichtiger europäischer Institutionen ist. Dies verleiht den Pride-Veranstaltungen in Luxemburg zusätzliche symbolische Bedeutung im Rahmen der breiteren europäischen Diskussion um LGBTQIA+-Rechte und Sichtbarkeit. Gleichzeitig kann die Luxembourg Pride auch als Vorbild für andere kleinere europäische Länder dienen, indem sie zeigt, wie lokale Pride-Veranstaltungen dennoch nationale und internationale Wirkung entfalten können.
Die internationale Zusammenarbeit zwischen Pride-Organisationen, unter anderem durch die EPOA und Veranstaltungen wie die EuroPride, zeigt zudem, wie lokale Pride-Veranstaltungen die internationale Solidarität stärken und europäische LGBTQIA+-Gemeinschaften miteinander verbinden können, während sie gleichzeitig in ihrem lokalen Kontext verwurzelt bleiben. Die Luxembourg Pride ist ebenfalls Mitglied der EPOA und trägt auf diese Weise zu einer stärkeren paneuropäischen Pride-Bewegung bei.
Patrick van der Pas ist Vorstandsmitglied der EPOA. Er ist zuständig für Kommunikation und Medienanfragen.
